Julian Palacz

Eavesdroppings

Gravierung auf Isoliermaterial ⋅ 60×100×8cm ⋅ 2018

In „Eavesdroppings“ untersucht der Künstler die unsichtbaren Verbindungen von WLAN-Signalen, die tagtäglich in privaten und öffentlichen Räumen entstehen. Diese flüchtigen Kontaktaufnahmen ohne jegliche physische Präsenz – oder sogar menschlicher Aufforderungen dazu – hinterlassen hier und da Informationen über ihre Geräte-BesitzerInnen und deren Verhalten. In der dauerhaften Vernetzung dieser Gerätschaften interessiert Palacz vor allem die räumliche Durchdringung und die stellvertreterhaften Verbindungen, die eine eigene Struktur im urbanen Raum erschaffen. Seine Beobachtungen dieser ständigen und latenten Gegenwärtigkeit brennt er in Isoliermaterial und portraitiert damit einen ausschnitthaften Moment ephemerer Netze aus unterschiedlichen örtlichen Kontexten.